Bevorzugt minimal-invasive Eingriffe

Kind guckt durch Schlüsselloch: Symbolbild minimal-invasiver Eingriff

Bei minimal-invasiven Behandlungsmethoden handelt es sich um Operationen, die nur winzige Schnitte erforderlich machen. Aus diesem Grund werden sie auch „Schlüsselloch-“ oder „Knopflochoperationen“ genannt. Minimal-invasive Operationen haben im Vergleich zu konventionellen, offenen Eingriffen den großen Vorteil, dass der Patient dabei nur ein geringes Zugangstrauma erleidet. Das heißt, dass die Haut- und Weichteile nur geringfügig beschädigt werden. Dadurch werden nur wenige Schmerzen verursacht und eine rasche Genesung mit nur wenigen Beschwerden nach der Operation ermöglicht.

Wie läuft ein minimal-invasiver Eingriff ab?

Bei minimal-invasiven Eingriffen werden nur wenige Schnitte benötigt, die im Durchschnitt etwa 0,5 bis 2 Zentimeter klein sind. Durch die kleinen Öffnungen werden die Operations-Instrumente eingeführt, die für den Eingriff nötig sind. Hierbei handelt es sich um filigrane Instrumente wie Schere, Klemme und Zange. Darüber hinaus führt der Arzt bei einer minimal-invasiven Operation auch eine Mini-Kamera und eine Lichtquelle ein, denn anders als bei herkömmlichen Operationen sieht der Chirurg das Operationsfeld bei einer Schlüssellochoperation nicht direkt vor sich, sondern auf einem Bildschirm.

Minimal-invasive Eingriffe werden in der Klinik für Kinderchirurgie immer bevorzugt durchgeführt. Nur wenn dies nicht anders möglich ist, wird offen operiert. Das gilt sowohl für häufige Eingriffe, wie etwa Blinddarm-Operationen oder Hernien-OPs, aber auch für die Behandlung angeborener Fehlbildungen, wie dem Morbus Hirschsprung.