Neuroblastom und andere bösartige Tumoren im Kindesalter

Bösartige Tumore bei Kindern sind selten und umfassen hauptsächlich Leukämien, Hirntumore und Lymphome.

Die Behandlung bösartiger Tumoren (Krebs) im Kindesalter gehört zu den komplexesten Aufgaben in der Kinderchirurgie. Sie erfordert höchste chirurgische Präzision, fundiertes onkologisches Wissen und eine enge Zusammenarbeit vieler Fachdisziplinen.

In der kinderchirurgischen Klinik verfügen die Experten über langjährige Erfahrung in der Diagnostik, chirurgischen Therapie und Nachsorge bösartiger Tumoren im Kindesalter (z. B. Neuroblastom). Ziel ist es, durch individuell abgestimmte und möglichst schonende Verfahren eine maximale Tumorkontrolle bei gleichzeitigem Erhalt gesunder Organfunktionen zu erreichen.

Neuroblastome und Nierentumore

Die Klinik für Kinderchirurgie des Marien Hospital Witten verfügt über hohe Expertise in der Behandlung von Neuroblastomen und Nierentumoren.

Neuroblastom der Nebenniere oder des Grenzstranges 

Neuroblastome der Nebenniere oder des Grenzstranges sind bösartige embryonale Tumoren des Kindesalters. Ein Neuroblastom geht vom Grenzstrang des sogenannten sympathischen Nervensystems (Teil des Nervensystems), vom Nebennierenmark oder von sonstigem Gewebe aus.

Wilms-Tumor der Niere (Nephroblastom)

Der Wilms-Tumor (Nephroblastom) ist ein bösartiger Tumor der Niere. Das Nephroblastom ist der häufigste bösartige Nierentumor im Kindesalter und geht aus embryonalem Gewebe hervor.

Hohe Expertise – Referenzzentrum für Neuroblastome und Nierentumoren 

Chefarzt Prof. Dr. Hubertus, ist Referenzchirurg für Neuroblastome und Nierentumoren im Rahmen der deutschlandweiten kinderonkologischen Studiengruppen (GPOH). Ein Referenzchirurg ist ein hochqualifizierter Spezialist, der als Vorbild und Ansprechpartner für schwierige Fälle dient. Entsprechend werden in der Klinik für Kinderchirurgie mit viel Erfahrung auch komplexe Tumoroperationen durchgeführt.

Als Referenzchirurg ist Prof. Hubertus in die nationalen Behandlungsnetzwerke eingebunden und arbeitet eng mit onkologischen Fachzentren, Studiengruppen und universitären Kooperationspartnern zusammen. Dies garantiert, dass alle Kinder nach den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen und innerhalb etablierter Therapieprotokolle behandelt werden.

Weitere bösartige Tumore im Kindesalter 

Neben Neuroblastomen und Nierentumoren behandeln die Experten in der Klinik für Kinderchirurgie auch:

  • Weichteilsarkome
  • Keimzelltumoren (z. B. im Bereich von Steißbein, Eierstock oder Hoden)

sowie seltenere solide Tumoren im Brust- oder Bauchraum

Diagnose von Neuroblastom und anderem Krebs im Kindesalter

Zur Diagnose der Neuroblastom-Erkrankung und anderen Tumoren bei Kindern kommen verschiedene Verfahren infrage: Ultraschall, Blutanalyse, Computertomografie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), Bluttests und Gewebeproben (Biopsie), mit denen das Tumorgewebe untersucht werden kann. 

Modernste chirurgische Verfahren zur Behandlung von Neuroblastomen und anderen bösartigen Tumoren im Kindesalter

Die operative Entfernung des Tumors ist ein zentraler Bestandteil der Therapie. Dabei steht die maximale Schonung gesunden Gewebes im Vordergrund. Hierzu werden modernste minimal-invasive und roboter-assistierte Operationstechniken genutzt, die besonders bei tief im Körper liegenden oder schwer zugänglichen Tumoren von großem Vorteil sind.

Der Einsatz robotischer Systeme erlaubt es, mit höchster Präzision zu operieren, Blutverluste zu minimieren und die Erholungszeit deutlich zu verkürzen. Wo immer möglich, wird die Operation in Kombination mit Chemotherapie und Strahlentherapie im Rahmen eines interdisziplinären Gesamtkonzepts durchgeführt.

Die Therapie der Krebserkrankung richtet sich nach dem Alter des Patienten und dem Stadium des Tumors. Die Behandlung beinhaltet eine Gewebeentnahme (Biopsie), die chirurgische Entfernung und ggf. eine Chemotherapie. Die Behandlung des Nephroblastoms ist meist eine Kombination aus Chemotherapie und Operation. Kinder unter 6 Monaten werden ohne vorherige Chemotherapie operiert. Hierbei wird das tumorbefallene Gewebe entfernt (Tumornephrektomie).

Interdisziplinäre Kinderonkologie – Behandlung im Team

Die Therapie von Neuroblastom und anderen bösartigen Tumoren erfolgt im Rahmen eines interdisziplinären onkologischen Teams, bestehend aus Kinderchirurgie, Kinderonkologie, Radiologie, Strahlentherapie, Anästhesie, Intensivmedizin, Pathologie und Pflege. Jeder Fall wird in einer gemeinsamen Tumorkonferenz besprochen, um für jedes Kind ein individuelles, optimal abgestimmtes Behandlungskonzept zu erstellen.

Darüber hinaus arbeiten die Experten der Klinik für Kinderchirurgie eng mit rehabilitativen und psychosozialen Fachdiensten zusammen, um Kinder und Familien auch während der langen Behandlungszeit umfassend zu begleiten.

Familienbezugspflege

Nach einer Tumoroperation ist eine engmaschige und koordinierte Nachsorge entscheidend. Das Konzept der Familienbezugspflege gewährleistet, dass Familien während der gesamten Behandlung eine feste, vertraute Ansprechperson haben. Diese koordiniert Nachsorgetermine, unterstützt bei organisatorischen Fragen und begleitet Eltern und Kinder auf ihrem Weg durch Diagnostik, Therapie und Rehabilitation.

So wird sichergestellt, dass jedes Kind nicht nur medizinisch exzellent, sondern auch menschlich einfühlsam betreut wird.

Ein Termin in der Viszeralchirurgischen Sprechstunde bietet Raum für Fragen oder die für die Abstimmung eines Geburts- und Behandlungsplans.

 

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