Unsere Stillberatung ist eine wichtige Unterstützung für Frauen, die sich dafür entscheiden, ihr Baby zu stillen, und ebenso für Mütter, die nicht stillen möchten oder können. Die Stillberatung ist ein professioneller Service, der von unseren speziell ausgebildeten Stillberaterinnen des Marien Hospital Witten angeboten wird.
Stillberatung: Hilfe und Unterstützung nach der Geburt
Nach der Geburt wird den Müttern Hilfe und Unterstützung angeboten, um ihnen bei der Bewältigung der neuen Herausforderungen zu helfen. Die Stillberatung des Marien Hospital Witten bietet umfassende Betreuung und Beratung und steht sowohl während des Krankenhausaufenthalts als auch nach der Entlassung zur Verfügung.
Gerade am Anfang der Stillzeit treten bei vielen Müttern oftmals Fragen, Unsicherheiten oder Schwierigkeiten auf. Häufig geht es dabei um:
- Schmerzen während des Stillens
- Stillen nach einem Kaiserschnitt
- geeignete Stillpositionen
- Saugprobleme des Babys beim Stillen
- Anzeichen und Behandlung eines Milchstaus
- Abstillen
- Ernährung des Babys ohne Stillen
Unsere Stillberaterinnen unterstützen Mütter und ihre Babys dabei, eine zufriedene, harmonische Stillbeziehung aufzubauen. Frauen, die sich dazu entscheiden, nicht zu stillen oder nicht stillen können, werden bei der richtigen Ernährungsauswahl für ihr Kind beraten und begleitet.
Der Weg zum erfolgreichen und entspannten Stillen
Bei einem gesunden Neugeborenen empfehlen unsere Stillberaterinnen das Stillen oder Füttern nach dem individuellen Bedarf des Babys. Damit bestimmt das Baby die Häufigkeit, Frequenz und Dauer der Stillmahlzeiten am Tag. Unsere langjährige Erfahrung zeigt immer wieder, dass Mutter und Kind relativ schnell ihren eigenen Rhythmus finden.
Die Stillberaterinnen des Marien Hospital Witten beraten und helfen den Müttern beim Anlegen des Babys an die Brust und bei der richtigen Positionierung. Es gibt verschiedene Stillpositionen und -techniken, die Mutter und Kind ausprobieren können. Sollte das Stillen einmal doch nicht so funktionieren wie geplant, hilft die Stillberatung, auftretende Probleme zu lösen. Dazu gehört zum Beispiel erste Hilfe bei einem Milchstau.
In der Stillberatung erhalten Frauen außerdem wertvolle Informationen über die Vorteile des Stillens für die Gesundheit von Mutter und Kind.
Stillzeichen in den ersten Tagen
Jedes Neugeborene ist einzigartig. Diese Stillzeichen können jedoch ein Anzeichen dafür sein, dass das Baby Hunger hat:
- Schnelle Augenbewegungen
- Lecken an den Lippen
- Herausgestreckte Zunge
- Saugbewegungen und -geräusche
- Hand an den Mund
- Bewegungen des Kopfes und des Körpers
- Unruhe
- Weinen (ein spätes Stillzeichen, das Anlegen könnte schwieriger werden)
Stillpositionen und -techniken
Unabhängig von der Position, in der das Baby gestillt wird, sollten diese Punkte von der Mutter beachtet werden:
- Bequemes Sitzen oder Liegen, am besten durch ein Kissen unterstützt: So liegt das Baby gerade, der Mutter zugewandt und die Nase des Kindes befindet sich der Brustwarze gegenüber.
- Brust im C-Griff halten: Vier Finger werden unter- und der Daumen oberhalb hinter dem Warzenhof platziert.
- Mund öffnen: Öffnet das Baby den Mund weit, kann es mit dem Körper nah an die Brust geführt werden. So erfasst es viel Gewebe.
- Kinn des Kindes und seine Nasenspitze berühren die Brust. Die Lippen sind nach außen gestülpt. So wird idealerweise mehr Brustgewebe von der Unterlippe als von der Oberlippe des Babys erfasst.
- Nähe zur Brust: Das Kind sollte während der gesamten Stillmahlzeit nah an der Brust gehalten werden.
- Stillen macht durstig: Ein Getränk in Reichweite stellen.
Diese Stillpositionen gibt es zum Beispiel und werden von der Stillberatung des Marien Hospital Witten empfohlen:
Der Wiegegriff
Die Seitenlage
Hoppe Reiter
Die Rückenposition
Mehr zu möglichen Stillpositionen erklärt unsere Stillberatung des Marien Hospital Witten in diesem Video:
Stillen: So funktioniert die Brustmassage
In der Stillberatung erfahren Mütter außerdem, wie eine Brustmassage funktioniert. Die leichte und kurze (ein paar Sekunden sind ausreichend) Massage der Brust hilft dabei, den Milchspendereflex auszulösen und erleichtert dem Baby das Trinken. Zudem hilft die Brustmassage der Mutter bei der Entleerung der Brust mit der Hand. Eine Brustmassage regt außerdem die Milchproduktion an und bringt Linderung, wie beim Milcheinschuss oder gespannten und gestauten Brüsten. Vor Beginn der Massage sollte die Frau sich gründlich die Hände waschen.
So kann eine Brustmassage durchgeführt werden:
Legen Sie die Hände flach auf die Brust und massieren Sie mit sanftem Druck das Brustdrüsengewebe.
Umfassen Sie Ihre Brust seitlich und massieren wieder sanft das seitliche Brustdrüsengewebe.
Beugen Sie sich leicht nach vorne, umschließen Sie Ihre Brust mit den Händen und schütteln Sie diese sanft („Milchshake“).
Abschließend wird die Brust vom Ansatz bis zur Mamille rundum sanft gestreichelt.
Wie eine Brustmassage durchgeführt wird, gibt es außerdem in diesem Video zu sehen:
Brustpflege in der Stillzeit
Während der Stillzeit können diese Maßnahmen helfen, die Brust der Mutter schonend zu pflegen:
- Die Verwendung PH-neutraler, parfümfreier Seife, Duschbäder oder Körperlotion
- Beim Eincremen die Brust aussparen, so wird der Eigengeruch nicht überdeckt
- Nach dem Stillen einen Tropfen Muttermilch auf die Brustwarzen und den Warzenhof geben, einreiben und anschließend trocknen lassen
- Dünnes Auftragen reiner Lanolinsalbe (diese muss vor dem nächsten Stillen nicht abgewaschen werden)
Die Brustwarzen der Frau gewöhnen sich mit der Zeit an das Saugen des Babys und werden so weniger empfindlich.
Ernährungswahl für das Baby ohne Stillen
Mütter, die ihr Kind nicht stillen möchten oder nicht stillen können, unterstützt die Stillberatung bei Fragen zur Ernährungswahl für das Baby ohne Stillen. Als Alternative zur Muttermilch steht eine große Auswahl an Milchnahrung zur Verfügung. Diese ist der Muttermilch so weit wie möglich nachempfunden und enthält alle wichtigen Nährstoffe für das Baby. Auch hier wird bei einem gesunden Neugeborenen empfohlen, sich bei der Häufigkeit und Menge der Mahlzeiten individuell nach dem Kind zu richten.