Operation bei Darmkrebs

Zur Operation werden Patienten für ca. 5 – 10 Tage stationär im Darmkrebszentrum des Marien Hospitals Witten aufgenommen. Die Operation wird selbstverständlich nur durch hierfür ausgebildete Chirurgen des Darmkrebszentrum vorgenommen. Während des Aufenthaltes werden Patienten durch ein spezialisiertes Team betreut, das aus Oberärzten, Stationsärzten sowie natürlich den pflegenden Schwestern und Pflegern besteht.

Entfernung des Tumors

Bei der Operation selbst entfernen wir den Abschnitt des Darms in dem der Tumor sitzt. Dieser muss „radikal“, also mit einem Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe entfernt werden. Dabei wird insbesondere die Funktion des verbleibenden Darms, aber auch eine schnelle Genesung nach der Operation beachtet.

Schonender Eingriff

Generell ist das oberste Ziel, sanft und schonend zu operieren, damit Patienten schnell wieder gesund werden. Die Operationssäle des Marien Hospital Witten sind mit modernster Medizintechnik ausgestattet. Das Operationsteam, zu dem auch die Narkoseärzte zählen, ist auf alle auch noch so komplexen Operationen vorbereitet. Die Ärzte bringen nicht nur langjährige Erfahrung mit, sondern entwickeln sich ständig durch Fachfortbildungen weiter, damit immer die sichersten Therapieergebnisse erzielt werden.

Da das Darmkrebszentrum sich als Zentrum für minimal-invasive Chirurgie („Schlüsselloch-Operation“) versteht, kommt diese Form der Bauchoperationen auch bei Darmtumoren sehr häufig zum Einsatz. Wie Patienten des Darmkrebszentrum operiert werden, besprechen die Ärzte mit ihnen vorher sehr genau.

Notwendigkeit eines künstlichen Darmausgangs

In einigen Fällen ist nach der Darmkrebs-OP ein Stoma (künstlicher Darmausgang) notwendig.

Bei einer Operation am Dickdarm entstehen schnell Ängste, dass ein künstlicher Darmausgang (Anus praeter, Seitenausgang) notwendig sein könnte. Insgesamt ist die Notwendigkeit eines künstlichen Darmausgangs sehr selten (ca. 5%). Allerdings kann bei radikalen Enddarmoperationen vorübergehend für die Zeit von ca. 8 – 10 Wochen ein künstlicher Darmausgang gelegt werden, der dann im Rahmen einer kleinen Operation wieder problemlos zurückverlegt wird. Dann erfolgt die Verdauung wieder auf „normalem“ Wege.

Ausbreitung der Erkrankung vermeiden

Grundsätzlich ist bei einer Darmkrebserkrankung die Frage nach einem Befall der Lymphknoten, der Lunge und der Leber zu klären. Dies ist notwendig, um das Stadium der Krankheit zu bestimmen und ihre Ausbreitung eingrenzen zu können. Auch dabei ist eine schonende Operationstechnik unser Ziel.

Schnell wieder auf die Beine

Anders als früher ist es das Bestreben, Patienten nach Bauch- und Darmoperationen möglichst schnell wieder „auf die Beine“ zu bringen. Dazu gehört nicht nur eine adäquate Schmerztherapie, sondern eine zügige Mobilisation aus dem Bett. Am Tag der Operation sind klare Getränke wie Wasser und Tee erlaubt. In den nächsten zwei Tagen kommen Patienten zum normalen Essen. Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist das für eine schnelle Heilung der Patienten nach der Operation sehr wichtig. Die Physiotherapie (Krankengymnastik) beginnt bereits am ersten Tag nach der Operation und fördert eine schnelle Erholung. Neben Bewegungsübungen werden Patienten zum richtigen Verhalten nach einer Operation angeleitet.

Die Dauer des Klinikaufenthaltes richtet sich nach der Ausdehnung der Operation und dem Verlauf der Wundheilung sowie nach der Funktionsfähigkeit des Darmes.

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