Die Früherkennung von Brustkrebs ermöglicht eine schonendere und erfolgreichere Behandlung. Das Brustkrebszentrum Witten bietet dabei moderne Diagnostik, interdisziplinäre Expertise und eine individuelle Betreuung auf höchstem medizinischem Niveau.
Warum ist die frühe Erkennung so wichtig?
Brustkrebs entwickelt sich meist über mehrere Jahre. In frühen Stadien verursacht er häufig keine Beschwerden. Wird ein Tumor früh erkannt, sind:
- die Heilungschancen deutlich höher
- brusterhaltende Therapien häufiger möglich
- belastende Behandlungen oft vermeidbar
Entscheidend für die Prognose sind unter anderem:
- Tumorgröße und Tumorbiologie
- Befall der Lymphknoten
- Hormonrezeptor-Status
- Alter und allgemeiner Gesundheitszustand
Das erfahrene Team des Brustkrebszentrum Witten bewertet jeden Befund individuell in der interdisziplinären Tumorkonferenz.
Brustkrebs erkennen: Warnzeichen und Symptome
Nicht jede Veränderung ist bösartig – dennoch sollten folgende Symptome ärztlich abgeklärt werden:
- Tastbare Knoten oder Verhärtungen in Brust oder Achselhöhle
- Veränderungen der Brustform oder -größe
- Eingezogene Brustwarze
- Klare oder blutige Absonderung aus der Brustwarze
- Hautveränderungen wie Rötungen
- Anhaltende Schwellungen oder Spannungsgefühl
Tastuntersuchung
- Sorgfältige Tastuntersuchung
- Untersuchung der Lymphknoten
- Beurteilung von Haut- und Brustwarzenveränderungen
Während der Tastuntersuchung untersucht der Arzt beide Brüste der Patientin. Dabei muss die Patientin verschiedene Positionen einnehmen, während der Arzt die Brust abtastet: Sitzen, Stehen, Arme über den Kopf gehoben und Arme in die Hüften gestemmt.
Mammographie-Screening
Frauen zwischen 45 und 75 Jahren werden im Rahmen des gesetzlichen Screening-Programms alle zwei Jahre eingeladen.
Seit 2006 kooperiert das Brustkrebszentrum Witten mit den Mammografie-Screeningeinheiten in Dortmund und Ennepe-Ruhr.
Ultraschall (Sonographie)
Die Sonographie oder auch die radiologisch-gesteuerte Markierung ist eine bildgesteuerte Diagnosemethode. Hierbei hat der Arzt mithilfe der Sonographie oder Mammographie Sicht auf den Tumor, sodass er mit einem feinen Draht markiert werden kann. So ist es möglich, dass während der OP nur das betroffene Gewebe entfernt wird.
Stanzbiopsie
Bei auffälligen Befunden erfolgt eine minimalinvasive Gewebeentnahme. Die feingewebliche Analyse gibt Auskunft über:
- Gut- oder Bösartigkeit
- Hormonrezeptoren
- Molekulare Tumoreigenschaften
- Diese Ergebnisse bilden die Grundlage für eine maßgeschneiderte Therapie.
- Bildgesteuerte Markierung
Der Untersuchungsbefund bildet die Grundlage für die weitere Therapieplanung.
Risikofaktoren bei Brustkrebs
Ein erhöhtes Risiko besteht unter anderem bei:
- Höherem Lebensalter
- Familiärer Vorbelastung
- Übergewicht
- Bewegungsmangel
- Erhöhtem Alkohol- oder Nikotinkonsum
- Langjähriger Hormonersatztherapie
Brustkrebs vorbeugen
Um Brustkrebs zu erkennen, ist neben einem gesunden Lebensstil vor allem die regelmäßige Früherkennung entscheidend. Dazu gehört die monatliche Selbstuntersuchung der Brust, um Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen.
Ergänzend wird eine jährliche Tastuntersuchung beim niedergelassenen Frauenarzt empfohlen. Zudem sollten Frauen die Teilnahme am Mammographie-Screening wahrnehmen, da so auch nicht tastbare Veränderungen früh erkannt werden können.
Bei allen Frauen mit einer Brustkrebsdiagnose wird im Rahmen der Diagnosestellung geprüft, ob Hinweise auf eine erbliche Belastung für Brust- oder Eierstockkrebs vorliegen. Dazu wird eine spezielle Checkliste ausgefüllt, in der unter anderem Krebserkrankungen in der Familie erfasst werden.
Ergeben sich dabei Hinweise auf ein mögliches erbliches Risiko, wird der Patientin eine genetische Risikoberatung angeboten. In diesem Gespräch wird gemeinsam besprochen, ob eine genetische Testung sinnvoll sein könnte.
Das Brustkrebszentrum Witten arbeitet dabei eng mit dem Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs der Uniklinik Köln zusammen. Die ärztlichen Kollegen wurden dort speziell ausgebildet und zertifiziert, sodass die genetische Risikoberatung direkt im Marien Hospital Witten vor Ort stattfinden kann.
Am Ende der Beratung entscheidet die Patientin selbst, ob sie eine genetische Testung durchführen lassen möchte. Durch die Kooperation mit der Uniklinik Köln bleibt der gesamte Prozess in einer Hand – von der Beratung über die Einwilligung und Durchführung des Tests bis hin zur ausführlichen Besprechung der Ergebnisse.
BRCA Netzwerk
Das BRCA Netzwerk stellt rund um das Thema familiärer Brust- und Eierstockkrebs Informationen, Erfahrungsberichte, Tipps und Möglichkeiten zum Austausch mit betroffenen Frauen aus Perspektive der Selbsthilfe zur Verfügung.
Kontakt
Brustkrebszentrum Witten
Marien Hospital Witten
Marienplatz 2
58452 Witten
Fon 02302 173-1328
Fax 02302 173-1329
Email: brustzentrum@marien-hospital-witten.de
Uniklinik Köln
Schwerpunkt Familiärer Brust-und Eierstockkrebs
Universitäts-Frauenklinik
Kerpener Str. 34
50931 Köln
Fon: 0221 478-86509
E-Mail: zentrum-familiaerer-brustkrebs@uk-koeln.de
www.zentrum-familiaerer-brustkrebs.de
Individuelle Therapie im Brustkrebszentrum Witten
Die Diagnose Krebs stellt eine erhebliche Herausforderung für die Patienten dar. Im zertifizierten Brustkrebszentrum Witten erfolgt die Betreuung der Patienten von der Diagnostik bis zur Nachsorge.