Colitis ulcerosa
Colitis ulcerosa oder ulcerative Colitis gehört – ebenso wie Morbus Crohn – zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Bei der Colitis ulcerosa handelt es sich um eine chronische Entzündung der Dickdarmschleimhaut. Diese betrifft den Mastdarm / Enddarm und den Dickdarm bei den einzelnen Patienten in unterschiedlicher Ausdehnung. Bei der Erkrankung wechseln sich Phasen der Erholung und Phasen starker Entzündung ab.
Eine Colitis ulcerosa kann verschiedene Bereiche des Dickdarms betreffen:
- Prokitis: ausschließlich der Enddarm ist entzündet
- Linksseitencolitis: der linke Teil des Dickdarms ist betroffen
- Ausgedehnte Colitis: der gesamte Dickdarm ist entzündet
Welche Symptome verursacht eine Colitis ulcerosa?
Bei einer Colitis ulcerosa können verschiedene Symptome während eines Schubs auftreten. Typisch sind Bauchschmerzen, blutiger Durchfall und häufiger Stuhlgang. Damit gehen oft Fieber, Müdigkeit, aber auch Fieber, Gelenkschmerzen und Blutarmut (Anämie) einher. In einigen Fällen kann es auch zu Veränderungen der Haut (Ausschläge, Ekzeme) und Entzündungen der Augenkommen.
Krebsrisiko bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
Langfristig können infolge der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Komplikationen wie Darmblutungen, ein erhöhtes Darmkrebsrisiko und andere systemische Erkrankungen auftreten. Das Krebsrisiko nimmt in der Regel mit der Dauer der Erkrankung zu, insbesondere nach 8-10 Jahren. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in Form einer Darmspiegelung (Koloskopie), bei der die Darmschleimhaut untersucht und eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen werden kann, helfen Schleimhautveränderungen frühzeitig zu erkennen.
Colitis Ulcerosa – Diagnose
Die Diagnose von Colits Ulcerosa erfolgt z. B. durch eine Ultraschalluntersuchung oder ein Blutbild. Die Diagnose wird in der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie, Pneumologie des Marien Hospital Witten gestellt.
Colitis Ulcerosa – Medikamentöse Behandlung
Colitis ulcerosa ist nicht vollständig heilbar. Die Schübe werden in der Regel mit Medikamenten behandelt. Die medikamentöse Therapie wird in der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie, Pneumologie des Marien Hospital Witten durchgeführt.
Operation bei Colitis ulcerosa
In seltenen Fällen kann auch eine Operation nötig sein. Das ist dann der Fall, wenn sich Abszesse (Eiterkapseln), Fisteln (Entzündungen im benachbarten Gewebe) oder Stenosen (Engstellen) in den Entzündungsregionen gebildet haben. Auch bei Komplikationen wie dem toxischen Megakolon oder einer Darmperforation kann eine Operation notwendig sein.
Kommt es zu einer Operation bei Colitis ulcerosa, wird in der Regel ein Teil des Dickdarms oder der gesamte Dickdarm entfernt (Kolektomie). Da sich Colitis ulcerosa auf den Dickdarm beschränkt, können Betroffene so von der Erkrankung geheilt werden. Nach einer Kolektomie bei Colitis ulcerosa wird immer ein künstlicher Darmausgang (Stoma) angelegt. In einigen Fällen wird in einer weiteren Operation das Stoma wieder zurückverlegt und ein sogenannter ileoanaler Pouch angelegt. Ein Pouch eine Art Tasche, die aus dem letzten Teil des Dünndarms geformt und mit dem Enddarm verbunden wird. In dieser Tasche kann sich der Darminhalt sammeln.
Alle Operationen werden in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Marien Hospital Witten – wenn möglich – minimal-invasiv durchgeführt.