Eigenbluttherapie: Was ist die Rolle des Blutplasmas?
Blutplasma ist der flüssige Bestandteil im menschlichen Blut, der bis zu 55 Prozent des Gesamtvolumens ausmacht und rote sowie weiße Blutkörperchen sowie Blutplättchen transportiert. Es enthält verschiedene Botenstoffe, Wachstumsfaktoren und Gerinnungsfaktoren, die eine zentrale Rolle in den Heilungs- und Reparaturmechanismen des Körpers spielen.
Eigenbluttherapie: PRP-Gewinnung
Die Eigenbluttherapie, auch als PRP (Platelet-Rich Plasma) bekannt, beinhaltet die Entnahme von 10 bis 60 ml Blut aus der Vene des Patienten, aus dem anschließend 1 bis 15 ml thrombozytenreiches Plasma gewonnen werden. Die Gewinnung von PRP erfolgt durch Zentrifugation des abgenommenen Blutes, was eine physikalische Trennung der festen im Blut enthaltenden Bestandteile von den flüssigen Anteilen ermöglicht. Während des Zentrifugationsprozesses werden keine Fremdstoffe dem Plasma hinzugefügt, was die biokompatible Eigenschaft der PRP-Behandlung verstärkt.
Durch die Variabilität in der Art der Zentrifugation – einschließlich Rotatorgröße, Umdrehungsgeschwindigkeit und Zeitdauer – können unterschiedliche Präparationen und Konzentrationen von PRP erzielt werden. Das gewonnene Plasma enthält eine hohe Konzentration an Blutplättchen, Wachstumsfaktoren und Proteinen, die die autologe Zellregeneration unterstützen, insbesondere bei der Wundheilung.
Einsatzgebiete der Eigenbluttherapie
Die Anwendungsgebiete einer Eigenbluttherapie sind sehr vielseitig. Am häufigsten wird sie nach individueller Beratung durch den Arzt bei folgenden Beschwerden eingesetzt:
- Haarausfall
- Durchblutungsstörungen und Wunden
- Faltenreduktion (bei der Behandlung von Falten mit Eigenblut spricht man oft von Vampirlifting)
Eigenbluttherapie: Behandlungsablauf
Der Behandlungsablauf der Eigenbluttherapie beginnt mit der Entnahme einer kleinen Menge Blut aus der Armvene des Patienten und der anschließenden Aufbereitung. Das gewonnene plättchenreiche Plasma (PRP) wird mittels einer dünnen Kanüle direkt unter die Haut oder in das betroffene Gelenk injiziert. Die PRP-Therapie ist eine schmerzarme Behandlungsmethode, nach der die Patienten sofort gesellschaftsfähig sind und keine Narben hinterlassen werden.
Wie oft muss eine Eigenbluttherapie angewendet werden?
Die Häufigkeit der Eigenbluttherapie hängt von der individuellen Reaktion des Patienten auf die Behandlung ab. In der Regel werden ein bis drei Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen empfohlen. Dieser Zeitraum ermöglicht es dem Körper, die natürlichen Heilungsprozesse zu aktivieren und die vorteilhaften Effekte des PRP zu maximieren.
Eigenbluttherapie – Kostenübernahme
Die Kosten für eine Eigenbluttherapie hängen von der Art der Therapie sowie der Häufigkeit der Behandlungen ab. In der Regel werden die Kosten nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, da es sich um eine alternativmedizinische Behandlung handelt. Das bedeutet: Patienten müssen die Kosten selbst tragen.