Gründe für eine Augenlidstraffung (Blepharoplastik)
Die Entscheidung für eine Augenlidstraffung wird nicht nur aus ästhetischen, sondern auch aus medizinischen und funktionellen Gründen getroffen. Während viele Patienten sich eine jugendlichere und frischere Ausstrahlung durch einen offenen Blick wünschen, gibt es zahlreiche andere medizinische Indikationen für eine Behandlung.
Altersbedingte Hauterschlaffung (Schlupflider und Tränensäcke)
Mit zunehmendem Alter verliert die Haut an Elastizität. Dadurch kann sich überschüssige Haut an den Oberlidern (Schlupflider) und Fettansammlungen an den Unterlidern (Tränensäcke) bilden. Dies kann:
- zu einem müden und abgespannten Erscheinungsbild führen oder Ursache für einen traurigen Gesichtsausdruck sein
- das Sichtfeld einschränken, wenn die Haut über das Auge hängt
- ein Schweregefühl auf den Augen verursachen
Funktionelle Einschränkungen durch Lidfehlstellungen
Manche Patienten leiden unter angeborenen oder erworbenen Lidfehlstellungen, die ihre Sehfähigkeit oder den Komfort der Augen beeinträchtigen. Dazu gehören:
- Ptosis (hängende Augenlider): Eine Schwäche des Lidhebermuskels, die dazu führt, dass das Oberlid herabhängt und das Sehvermögen einschränken kann.
- Ektropium: Das Unterlid ist nach außen gedreht, wodurch die Bindehaut freiliegt. Dies kann zu Trockenheit, Reizungen und Entzündungen führen.
- Entropium: Das Unterlid rollt sich nach innen, sodass die Wimpern am Auge scheuern, was Rötungen, Tränenfluss und Infektionen begünstigt.
Methoden der Augenlidstraffung – Welche Techniken gibt es?
Die Augenlidstraffung kann je nach Patient und Befund mit unterschiedlichen Techniken durchgeführt werden. Dabei gibt es Unterschiede zwischen der Oberlidstraffung, der Unterlidstraffung und spezialisierten rekonstruktiven Verfahren. Der Eingriff dauert je nach Verfahren zwischen 30 Minuten und 2 Stunden. Die Heilungszeit beträgt in der Regel 2 Wochen. Die OP- und Genesungszeiten sind von Patient zu Patient unterschiedlich. Hier ist eine individuelle Beratung in der Klinik erforderlich.
| Eingriff | Methode / Technnik |
|---|---|
| Oberlidstraffung (Oberlid-Blepharoplastik) | Die Oberlidkorrektur ist eine der häufigsten ästhetischen Eingriffe und wird angewandt, um Schlupflider oder erschlaffte Haut zu entfernen. Bei einem Eingriff zur Oberlidstraffung erfolgt die Schnittführung entlang der Lidfalte des oberen Augenlids. Dabei wird überschüssiges Gewebe (Haut und Fettgewebe) entfernt. Die Narbe liegt versteckt in der natürlichen Lidfalte und ist nach vollständiger Heilung fast unsichtbar. |
| Unterlidstraffung (Unterlid-Blepharoplastik) |
Die Unterlidkorrektur wird meist zur Entfernung von Tränensäcken oder zur Straffung erschlaffter Haut am Unterlid durchgeführt. Dafür kommen zwei verschiedene Verfahren infrage: Die transkutane Technik (Schnitt von außen), bei der ein feiner Schnitt unterhalb der Wimpernlinie erfolgt. Diese Methode ist ideal, wenn Hautüberschuss und Fettpolster entfernt werden müssen. Die Haut wird neu gestrafft und fein vernäht. Die transkonjunktivale Technik (Schnitt von innen) erfolgt über die Innenseite des unteren Augenlids (Bindehaut). Hierbei bleibt keine sichtbare Narbe zurück, da der Schnitt nicht auf der Haut liegt. Die Methode wird bevorzugt bei jüngeren Patienten angewandt oder wenn nur Fett entfernt werden muss. Schwellungen und Blutergüsse treten häufiger auf als bei der Oberlidstraffung, klingen aber meist nach 1–2 Wochen ab. |
| Kombinierte Ober- und Unterlidstraffung | Bei stark ausgeprägten Schlupflidern und Tränensäcken kann eine gleichzeitige Korrektur der Ober- und Unterlider vorgenommen werden. |
Welche Risiken hat eine Augenlidstraffung?
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff gibt es auch bei der operativen Lidstraffung gewisse Risiken. Zu den möglichen Komplikationen gehören vorübergehende Schwellungen, blaue Flecken oder trockene Augen. In seltenen Fällen kann es zu Infektionen oder sichtbaren Narben kommen.
Im Marien Hospital Witten führen erfahrene Ärzte Augenlidstraffungen durch.