Zu Verschleißerkrankungen im Bereich der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule gehören unter anderem Bandscheibenvorfälle, Spinalkanalstenosen (Verengung des Wirbelkanals), Instabilitäten (Wirbelgleiten) oder Formveränderungen (Skoliose).
Je nach Ausprägungsgrad der Erkrankungen und der vorliegenden Beschwerden muss neben der Prävention das gesamte Behandlungsspektrum von konservativen über interventionelle bis hin zu operativen Maßnahmen zum Einsatz kommen. Ziel ist immer die Vermeidung von Operationen, dennoch können diese z.B. bei Lähmungen, intolerablen Schmerzen oder zunehmenden Deformitäten notwendig werden. In Abhängigkeit von der jeweiligen Erkrankung reichen die operativen Verfahren von minimalinvasiven bis hin zu größten, maximalinvasiven Techniken. Andererseits ist ein Großteil der Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule durch die umgebenden Strukturen verursacht, wie z. B. Muskeln, Bänder, Sehnen oder Gelenke. Hier handelt es sich meist um zeitlich begrenzte Probleme, die gut therapierbar sind oder häufig auch von alleine ausheilen.
Bestehen Schmerzen über einen längeren Zeitraum kann sich ein chronisches Schmerzsyndrom entwickeln. Somit ist eine zeitnahe und wirksame Therapie auch von kurzfristig bestehenden Schmerzen notwendig, um die Entstehung eines Schmerzsyndroms zu verhindern. Auf keinen Fall darf die Wirbelsäule als Projektionszone biopsychosozialer Zusammenhänge vernachlässigt werden. Es ist heute bekannt, dass die meisten Patienten mit Wirbelsäulenbeschwerden als normale Reaktion derartige Auffälligkeiten vorweisen.
Im Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie und Schmerztherapie wird das gesamte Spektrum konservativer, interventioneller und operativer Maßnahmen inklusive Prävention und Rehabilitation bei allen Verschleißerkrankungen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule sowie der angrenzenden Strukturen eingesetzt.