Was Eltern auf der Kinderintensivstation leisten
Wenn ein Kind nach der Geburt auf der Kinderintensivstation betreut werden muss, werden die Eltern intensiv in den Pflegeprozess mit eingebunden. So wird die Bindung zwischen Kind und Eltern von Beginn an gefördert und die Eltern sind eng in die Pflege des Kindes involviert.
Entwicklungsfördernde Pflege
Das Ziel der entwicklungsfördernden Pflege ist die körperliche und seelische Unterstützung von Frühgeborenen, damit sie später ohne oder zumindest mit nur geringfügigen Beeinträchtigungen leben können. Hierbei greifen verschiedene Ansätze ineinander, um Frühgeborene optimal zu versorgen. Dazu zählt zum Beispiel, dass Schmerz und Stress vermieden werden, dass die Eltern von Anfang an in die Pflege einbezogen werden oder das Stillen unterstützt wird.
Grundsätzlich gilt bei der Nabelpflege: Weniger ist mehr. Es ist außerdem wichtig sich vorher gut die Hände zu waschen, da ansonsten ein Infektionsrisiko besteht.
Meilensteine von Frühgeborenen – festgehalten im Frühchentagebuch
Da frühgeborene Babys nach der Geburt oftmals noch für einige Zeit auf der Frühgeborenenintensivstation bleiben, erleben sie viele ihrer ersten, großen Meilensteine vor Ort. Dazu gehören zum Beispiel der erste Besuch, das erste Mal Känguruhen mit den Eltern und das Erreichen eines bestimmten Gewichts wie 1 kg oder 2 kg. Festgehalten werden können diese besonderen positiven Momente im Frühchentagebuch, das Eltern für ihr Kind führen können. Das Tagebuch wird mit eigenen Notizen und Fotos der ersten Wochen und Monate gefüllt. Die Einträge helfen bei der Veranschaulichung, dass es wieder ein Schrittchen vorwärts geht auf dem Weg nach Hause.