Der Behandlungsschwerpunkt liegt in der Versorgung extrem unreifer, frühgeborener Kinder. Es können Kinder ab einem Geburtsgewicht von ca. 400g und einem Reifealter von vollendeten 23 Schwangerschaftswochen behandelt werden. Hierzu stehen alle modernen Geräte für eine optimale intensivmedizinische Betreuung zur Verfügung. Die Klinik verfügt über 22 Beatmungsplätze und ist ein anerkanntes Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1).
Auf der Website www.perinatalzentren.org, dem Informationsportal des Institutes für Qualitätssicherung, haben Sie die Möglichkeit, sich über die überdurchschnittliche Versorgungsqualität unseres Perinatalzentrums zu informieren und mit allen Perinatalzentren in der Region - aber auch deutschlandweit - zu vergleichen.
Informationen rund um Frühgeborene und ihre Versorgung auf der Kinderintensivstation des Marien Hospital Witten gibt es auch in diesen Videos mit einem Oberarzt der Kinder- und Jugendklinik des Marien Hospital Witten:
24 Stunden Ihr Kind im Blick
Falls es den Eltern einmal nicht möglich sein sollte, bei ihrem Kind auf der Frühgeborenen-Intensivstation zu sein, bietet die Kinder- und Jugendklinik ihnen die Möglichkeit, es mit Hilfe des Baby-Watch-Systems von zu Hause aus zu beobachten.
Starke Versorgung von frühgeborenen Kindern: Familie kommt für ihr drittes Frühchen wieder in das Marien Hospital Witten
Vor 16 Jahren kamen die Zwillinge einer Familie als Frühgeborene im Marien Hospital Witten zur Welt. Heute lebt die Familie rund 250 Kilometer entfernt und dennoch führte ihr Weg erneut nach Witten. Auch ihr drittes Kind kam zu früh zur Welt. Aufgrund ihrer positiven Erfahrungen entschieden sich die Eltern bewusst dafür, wieder in die Kinder- und Jugendklinik des Marien Hospital Witten zu kommen. Im Video berichten sie von ihrer Geschichte und davon, wie sie die Betreuung ihrer Kinder auf der Frühgeborenen-Intensivstation erlebt haben, damals und heute.
Besondere Therapiekonzepte
Auf der Frühgeborenen-Intensivstation der Kinder- und Jugendklinik wird das Konzept der Entwicklungsfördernden Pflege umgesetzt, dessen positiver Einfluss auf die Entwicklung von Frühgeborenen wissenschaftlich nachgewiesen ist. Kern dieses Konzept ist es, die Situation im Mutterleib auf der Station zu simulieren. Geräuschdämmung und abgedunkelte Zimmer sind nur zwei wichtige Aspekte, um die Entwicklung der Frühgeborenen positiv zu beeinflussen.
Bonding, Kangarooing und familienzentrierte entwicklungsfördernde Pflege
Auch das Bezugspflegesystem mit Konzepten wie Bonding und Kangarooing wird in der Therapie eingesetzt.
Bonding fördert und stützt das Mutter-Kind-Verhältnis, indem es den Eltern ermöglicht, vierundzwanzig Stunden am Tag bei ihrem Kind zu sein. Die Pflegefachkräfte beziehen die Eltern in die Pflege ein und leiten sie gezielt an, so dass die Eltern schrittweise die Verantwortung für ihr Kind übernehmen können.
Während des Kangarooing wird das Neugeborene auf die Haut der Mutter oder des Vaters gelegt. Die Nähe und die Körperwärme der Bezugsperson sorgen dafür, dass sich die Atmung des Neugeborenen normalisiert und die Bindung zwischen Eltern und Kind gestärkt wird.
Besonderen Wert wird im Marien Hospital auf das Stillen gelegt. Aus diesem Grund arbeitet seit vielen Jahren eine ausgebildete Stillberaterin eng mit den Ärzten und dem Pflegepersonal zusammen.