Darmkrebs erkennen im Darmkrebszentrum Witten

Darmkrebs kann im Darmkrebszentrum Witten erkannt werden.

Darmkrebs betrifft Männer und Frauen: Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen, wobei Frauen etwas häufiger an Dickdarmkrebs, dem Kolonkarzinom, und Männer eher an Mastdarmkrebs, dem Rektumkarzinom, erkranken. Dünndarmkrebs ist sehr selten.

 

Darmkrebs entwickelt sich langsam

Der Tumor entwickelt sich langsam über verschiedene gutartige Vorstadien (Polypen) und bietet damit dem Betroffenen und seinem Arzt viel Zeit zum Früherkennen und Handeln.

Darmkrebs entsteht hauptsächlich aus entarteten gutartigen Polypen

Etwa 90% aller Darmtumoren entstehen aus entarteten gutartigen Polypen, die sich während der regelmäßigen Zellteilung zur Erneuerung der Darmschleimhaut bilden können. Die Entwicklung eines kleinen Polypen zu einem Tumor dauert etwa 5 bis 10 Jahre. Die Ursachen für die Entstehung und Entartung von Polypen sind noch nicht genau bekannt.

Risikofaktoren für eine Darmkrebserkrankung

Dennoch sind Risikofaktoren bekannt:

  • Ungesunde Ernährung mit wenig Ballaststoffen und vielen tierischen Fetten
  • Bewegungsmangel
  • Überwiegend sitzende Tätigkeit
  • Hoher Alkoholkonsum
  • Niktotinkonsum
  • Fettleibigkeit
  • Langjährige chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, colitis ulcerosa)
  • Erbliche Veranlagung
  • Ein Lebensalter über 50 Jahre

Vorbeugung von Darmkrebs

Folgende Faktoren gelten als Vorbeugung:

  • Ballaststoffreiche Ernährung
  • Folsäure- und kalziumreiche Ernährung
  • Verzehr von viel Obst und Gemüse (5 Mal täglich „eine Hand voll“)
  • Eingeschränkter Konsum tierischer Fette (Wurst, fettes Fleisch, Eier, nicht täglich rotes Fleisch)
  • Vermeidung von Übergewicht
  • Regelmäßige körperliche Aktivität (30 – 60 Minuten pro Tag)
  • Alkohol in Maßen
  • Nikotinverzicht

Es gilt aber: Auch eine ideale Ernährung und ausreichend viel Sport können einen Darmkrebs nicht sicher verhindern oder gar rückbilden. Sie sind keine Alternative zu den vom Arzt angebotenen Untersuchungen zur Früherkennung.

Warnzeichen

Symptome wie Darmkrämpfe und Schmerzen im Bauch können ein Warnzeichen für Darmkrebs sein.

Darmkrebs wächst langsam und verursacht über lange Zeit keine Symptome oder Beschwerden. Beschwerden, die im Zusammenhang mit einem möglichen Darmkrebs stehen sind zunächst oft uncharakteristisch, sie können sich sogar vorübergehend wieder zurückbilden. 

Folgende Symptome gelten als Warnzeichen:

  • Änderung der Stuhlgewohnheiten ohne erkennbaren Anlass
  • Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung
  • zunehmender Blähbauch
  • Darmkrämpfe, Schmerzen
  • Gewichtsverlust
  • tastbare Verhärtungen im Bauchraum ohne erkennbare Ursachen
  • Blutbeimengungen im Stuhl oder schwarz verfärbter Stuhl

Früherkennung

Im Rahmen des allgemeinen Krebsfrüherkennungsprogramms ist auch eine Untersuchung auf Darmkrebs vorgesehen.

Die Früherkennung besteht aus Tastuntersuchungen des Enddarmes und jährlichen Tests auf Blut im Stuhl, die ab dem 50. Lebensjahr von der Krankenkasse bezahlt werden. Experten empfehlen, diese Untersuchung bereits ab dem 40. Lebensjahr durchführen zu lassen.

Die Darmspiegelung, die Koloskopie, stellt die mit Abstand sicherste Methode zur Früherkennung dar und wird von den Krankenkassen bezahlt. Versicherte ab dem 55. Lebensjahr haben danach Anspruch auf zwei Vorsorge-Koloskopien im Abstand von 10 Jahren.

Sollten bei der Darmspiegelung Polypen gefunden und abgetragen werden, verkürzt sich das Intervall bis zur nächsten Koloskopie auf 3-5 Jahre, diese Untersuchung wird ebenfalls von der Krankenkasse bezahlt.

Bei Patienten mit Angehörigen ersten Grades (Eltern, Geschwister), die vor dem 60. Lebensjahr an

Darmkrebs erkrankt sind, sollten eine Vorsorgekoloskopie spätestens 10 Jahre vor dem Erkrankungsalter des betroffenen Verwandten durchführen lassen. Diese Untersuchung wird ebenfalls von der Krankenkasse erstattet.

Tastuntersuchung

Etwa 60 % der Dickdarmtumoren sind im Sigmakolon (S-förmiger Dickdarm) und Rektum (Endbereich des Darmes) lokalisiert. Ein Teil davon ist für einen Spezialisten tastbar. Deshalb gehört zur regelmäßigen Darmkrebsvorsorge eine Austastung des Enddarmes durch den Arzt.

Stuhluntersuchung auf verstecktes Blut

Da sich die Tastuntersuchung allein auf den unteren Enddarmbereich beschränkt, die meisten Darmtumoren aber in weiter entfernten Darmabschnitten entstehen, ist es notwendig, einen Okkultbluttest durchzuführen.

Dabei werden an drei aufeinander folgenden Tagen Proben aus verschiedenen Stuhlgängen auf Testbriefchen aufgetragen. Im Labor wird festgestellt, ob die Stuhlproben verstecktes Blut enthalten.

Ein positiver Test kann ein Hinweis auf einen gutartigen Polypen oder einen bösartigen Tumor sein, da beide aufgrund ihrer dünneren Schleimhautoberfläche leicht bluten. Er kann aber auch harmlosere Ursachen haben wie etwa Hämorrhoiden oder die falsche Ernährung zum Zeitpunkt des Tests. Dennoch muss zwingend jeder auffällige Stuhltest durch eine Darmspiegelung abgeklärt werden, auch wenn weitere Stuhltests unauffällig sind!. Bei 10 % der positiven Stuhltests wird ein bösartiger Tumor gefunden. Da aber nicht alle Tumoren oder Polypen zum Zeitpunkt der Stuhluntersuchung auf Blut aktiv bluten, bleibt ein Teil von ihnen durch die Stuhltestmethode unentdeckt.

Bei Wahrnehmung der regelmäßigen Darmspiegelung als Vorsorgeuntersuchung ab dem 55. Lebensjahr entfällt im Weiteren der Stuhltest auf verstecktes Blut.

Darmspiegelung (Koloskopie)

Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist die wichtigste und zuverlässigste Untersuchungs- und Diagnosemethode für Darmkrebs.

Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist die wichtigste und zuverlässigste Untersuchungs- und Diagnosemethode. Sie wird in der Regel von einem Facharzt, einem Gastroenterologen durchgeführt.

Ablauf der Darmspiegelung:

Damit die gesamte Schleimhaut betrachtet werden kann und Polypen entdeckt werden können, die z.T. nur stecknadelkopfgroß sind, muss der Darm zuvor gründlich von Stuhlresten gereinigt werden. Das geschieht durch abführende Mittel am Vor- und Untersuchungstag durch Einnahme einer Trink-Spüllösung.

Vor der Untersuchung gibt der Arzt, je nach Wunsch des Patienten, eine beruhigende Spritze („Schlafspritze“). Dann wird ein dünner flexibler Schlauch mit einer Minikamera in den Dickdarm eingeführtund bis zum Übergang in den Dünndarm vorgeschoben. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und ist schmerzfrei. Der Patient kann den Eingriff auf Wunsch am Bildschirm mitverfolgen. Vorhandene Polypen werden bei der Untersuchung direkt entfernt.

Ansprechpartner für Vorsorge und Früherkennung

Medizinisches Versorgungszentrum / Praxisgemeinschaft Marienplatz: MVZ Witten Ärzte Marienplatz

Dr. Niklas Jollet
Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie
MVZ Witten Ärzte Marienplatz
Marienplatz 2
58452 Witten

Fon: 02302 2027-540
Fax: 02302 2027-542
E-Mail: praxis-marienplatz@mvz-aerzte.com
Web: www.mvz-aerzte.com

 

 

Praxis Madamed / Gemeinschaftspraxis Dres. Traska, Renvert

Dr. J. Corinna Traska
Ärztin für Innere Medizin, Gastroenterologie und Proktologie
Dr. Guido Renvert 
Arzt für Innere Medizin und Gastroenterologie
Gemeinschaftspraxis Dres. Traska, Renvert

Bahnhofstraße 63
Eingang Poststraße 
58452 Witten

Fon: 02302 52151
Fax: 02302 275878
E-Mail: info@madamed-witten.de 
Web: www.madamed-witten.de

 

Praxisgemeinschaft Dres. Volkmann, Woeste

Dr. Sebastian Volkmann
Dr. Jörg Woeste

Kaiserstraße 199
58300 Wetter

Fon: 02335 2122 oder 2123
Fax: 02335 2528
E-Mail: dr.volkmann@praxis-vowo.de
Web: www.praxis-vowo.de