Hernienchirurgie (TEP / TAPP)

Bei der Behandlung einer Leistenhernie kommt das extraperitoneale oder transperitoneale Verfahren der Hernienchirurgie zum Einsatz.

Bei den endoskopischen, minimal-invasiven Verfahren zur Therapie der Leistenhernie unterscheidet man in der Hernienchirurgie zwischen extraperitonealen (TEP= total extraperitoneale Patch Technik) und transperitonealen (TAPP= transabdominelle Pashplastik) Techniken. Auch Narbenhernien können häufig minimal-invasiv operiert werden. 

Die Vorteile minimal-invasiver Operationen sind geringere Schmerzen, geringeres Risiko von Wundproblemen und Rückfällen sowie eine schnellere Rückkehr zum Sport bzw. Arbeitsleben. Bei den offenen Operationen gibt es verschiedene Techniken zum Verschluss der Bruchpforte.

Hernienchirurgie: TEP-Technik (total extraperitoneale Patch Technik)

In den meisten Fällen wird die sichere und zuverlässige Methode der endoskopischen Operation in der sogenannten TEP-Technik (total extraperitoneale Patch Technik) empfohlen. Dabei wird ein Kunststoffnetz minimal-invasiv in die Bauchdecke eingesetzt. Als Implantate werden sehr gut verträgliche beschichtete Kunststoffnetze (z. B. titanbeschichtete Netze) verwendet. Das Verfahren kommt oft bei Leistungssportlern zum Einsatz, da unmittelbar nach der Operation schon die volle körperliche Belastbarkeit erreicht wird. Die Bruchlücke wird durch das Implantat nicht nur verschlossen, sondern die Leistenhinterwand und die Leistenregion verstärkt. Dabei wächst körpereigenes Gewebe an den Netzstrukturen entlang, so dass das Netz in die Bauchdecke integriert ist. Bei dieser Operation ist es nicht notwendig, durch den Bauchinnenraum hindurch zu operieren. Da die Bauchdecke zur Operation vollkommen entspannt sein muss, kann diese Operation nur in Vollnarkose durchgeführt werden. Wie bei anderen Hernienoperationen auch, beträgt die OP-Zeit ca. 20-30 Minuten.

Das Team des Hernienzentrum der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Marien Hospital Witten besteht aus erfahrenen Operateuren und mehr als 25-jähriger Erfahrung bei der operativen Behandlung und Erforschung von Hernien. Jede Operation wird vom Chefarzt oder vom Oberarzt entweder selbst oder unter direkter Verantwortung durchgeführt.

Folgende Hernienarten werden von der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Marien Hospital Witten behandelt:

  • Leistenhernien (Leistenbruch) (minimal-invasiv und offen)
  • Bauchdeckenhernie
  • Narbenhernie
  • Nabelhernie
  • Rektusdiastase
  • Zwerchfellhernie

Mehr zu Hernien erfahren

 

Fragen? Hier Termin vereinbaren