Harn-Rückfluss in die Nieren (Vesikoureteraler Reflux) – Konservative Behandlungsverfahren
Die Grundbehandlung des Refluxes besteht in der intravenösen Antibiotikatherapie zur Beseitigung der Infektionskeime. In diesem Sinne wirkt auch eine niedrig dosierte vorbeugende Antibiotikabehandlung, die über Monate fortgeführt werden kann. Unter der medikamentösen Behandlung kann sich der Reflux auch spontan rückbilden. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Im Allgemeinen gilt, dass sich höhergradige Refluxe weniger gut zurückbilden als niedriggradige Refluxe.
Harn-Rückfluss in die Nieren (Vesikoureteraler Reflux) – Operative Behandlungsverfahren
Als bevorzugte chirurgische Behandlungsoption bietet sich die minimal-invasive Unterspritzung der Harnleitermündung mit einem bestimmten Gel (Dextranpolymer, Deflux®) an. Die Unterspritzung erfolgt im Rahmen einer Blasenspiegelung (Endoskopie). Ein Schnitt ist nicht notwendig. Nur in ausgewählten Fällen ist eine operative Harnleiter-Neueinpflanzung über eine offene Operation erforderlich.