In der Kinderklinik werden die Eltern in die medizinische, pflegerische Versorgung und Therapie der Kinder miteinbezogen und nehmen einen wichtigen Platz ein.
Sie haben die Möglichkeit gemeinsam mit ihren Kindern während des stationären Aufenthalts in der Klinik zu bleiben.
Entwicklungsfördernde Pflege
Es handelt sich um eine besondere sensorische (Tastsinn betreffende), olfactorische (Geruchssinn betreffende), akustische und visuelle Stimulation des Frühgeborenen. Dazu gehört eine sehr ernst zu nehmende Schmerz- und Stressreduktion, sowie die Einbindung von Mutter und Vater in die tägliche Pflege des Frühgeborenen. Medizinische Prozeduren werden auf das notwendigste reduziert.
Auf der neuen Frühgeborenen-Intensivstation (Eröffnung November 2011) werden sich die Ziele der Entwicklungsfördernden Pflege perfekt umsetzen lassen. Bis dahin versuchen wir alles dafür zu tun, die Umgebung des Frühgeborenen so optimal wie möglich an die Situation im Bauch der Mutter anzupassen.
Bonding und Kangarooing
Auf der Kinder- und Neugeborenen Intensivstation ist das Bezugspflegesystem ebenfalls umgesetzt, es werden Konzepte wie Bonding und Kangarooing angewendet.
Bonding fördert und stützt das Mutter-Kind-Verhältnis, indem es den Eltern ermöglicht, vierundzwanzig Stunden am Tag bei ihrem Kind zu sein. Die Pflegefachkräfte beziehen die Eltern in die Pflege ein und führen leiten sie gezielt an, so dass die Eltern schrittweise die Verantwortung für ihr Kind übernehmen können.
Während des Kangarooing wird das Neugeborene auf die Haut der Mutter oder des Vaters gelegt. Die Nähe und die Körperwärme der Bezugsperson sorgen dafür, dass sich die Atmung des Neugeborenen normalisiert und die Bindung zwischen Eltern und Kind gestärkt wird.
Besonderen Wert wird im Marien Hospital auf das Stillen gelegt. Aus diesem Grund arbeitet seit vier Jahren eine ausgebildete Stillberaterin eng mit dem Pflegepersonal zusammen.

Bonding fördert das Eltern-Kind-Verhältnis, indem es den Eltern ermöglicht, 24 Std. am Tag bei ihrem Kind zu sein.