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Netzwerk der Supportivbereiche

1. Entwicklung

Zu einem onkologischen Zentrum gehören neben der ärztlich-pflegerischen Betreuung auch die systematische Einbeziehung von Sozialarbeitern, Krankengymnasten, Psychoonkologen, Seelsorgern, Selbsthilfegruppen, Ernährungsberatung, Sanitätshäusern, Perückenstudios, Stomaversorgung und Hospizen. Zertifizierungsanforderungen an ein onkologisches Zentrum sehen eine Einbeziehung dieser Gruppen verpflichtend vor.

Aus diesem Grund wurde 2006 im Brustzentrum ein „Netz der Sozialpartner“ gegründet. Ziel des Netzwerkes war die umfassende Betreuung für betroffene Frauen mit Brustkrebs und ihrer Angehörigen durch den regelmäßigen Austausch der Sozialpartner zu gewährleisten, sowie die Gestaltung gemein-samer Veranstaltungen. Kooperationspartner waren von Beginn an der Sozialdienst, die Seelsorge und die Physiotherapie aus dem Marien-Hospital. Darüber hinaus wurden zwei Selbsthilfegruppen, zwei Sanitätshäuer, drei Perückenstudios sowie drei Hospize und ein ambulanter Hospizdienst eingebunden. Die gemeinsame Arbeit wurde in Schnittstellenvereinbarungen geregelt. Die Arbeit innerhalb des Netzes koordinieren die Pflegewissen-schaftlerin Regina Wiedemann und die Mitarbeiterinnen des Pflegeteams im Brustzentrum. Ein erstes Ergebnis war die Beteiligung aller Sozialpartner an einer Informationsmappe, die jede Brustkrebspatientin im Verlauf des stationären Aufenthaltes während einer Pflegeberatung erhält und mit nach Hause nehmen kann. Hier sind alle am Behandlungsprozess Beteiligten aufgelistet, der Patientin stehen somit alle für sie relevanten Adressen und Telefonnummern für eine Kontaktaufnahme zur Verfügung. Außerdem können die Frauen hier alle Befunde und Dokumente abheften.

Die Mitglieder des Sozialnetzes treffen sich 2-3 Mal im Jahr. Inzwischen haben die Netzwerkpartner gemeinsam die Patientinnenveranstaltung „Mut hilft heilen“ etabliert, die 1x jährlich am letzten Mittwoch im Mai stattfindet und von ca. 120 betroffenen Frauen, Angehörigen und Interessierten besucht wird. In diesem Rahmen stellen sich  alle Partner des Netzwerkes mit Ständen auf einem Markt der Möglichkeiten vor.
Mit der Zeit hat sich das Netzwerk weiter vergrößert. Im Jahr 2008 wurde zusätzlich ein Angebot zur Musiktherapie durch die Kooperation mit dem Nordoff-Robbins Zentrum in das Sozialnetz aufgenommen, seit Juni 2009 gibt es das Angebot einer Maltherapie.

 

2. Weiterentwicklung

Durch Zertifizierung des Darmzentrums Witten im September 2009 entstand die Idee aus dem Netz der Sozialpartner des Brustzentrums ein Gesamtnetz für Kooperationspartner am Marien-Hospital aufzubauen, dass sowohl die Partner des Brustzentrum und des Darmzentrums einbindet. Mit den Partnern werden Kooperationsvereinbarungen (je nach Anforderung des OnkoZert Erhebungs-kataloges) getroffen, die bestehenden Dokumente werden ggf. um Aufgaben des Darmzentrums ergänzt. Mit allen Partnern sind die Form der Kontaktaufnahme und die personenbezogene Dokumentation schriftlich geregelt. Das Netz wird um das Angebot der „Deutschen ILCO e.V.“ (Selbsthilfevereinigung für Stomaträger und Menschen mit Darmkrebs) und der Humangentische Beratung für Darmkrebs erweitert.
Die neue Struktur des Netzwerkes sieht jährlich unterschiedliche Treffen vor - ein Gesamttreffen aller Partner, jeweils ein Treffen Darmzentrum und Brustzentrum und 2 Qualitätszirkel der Kerngruppe (internen Partner) des Krankenhauses. Die Gesamtorganisation des Netzwerkes liegt bei Frau Wiedemann, Stellvertreterin ist seit Juni 2010 Sr. Isabel Zolke (Breast Care Nurse). Diese stehen in engem Austausch mit den verantwortlichen Leitungen der onkologischen Zentren.


Eine Sonderstellung nehmen die Psychoonkologische Versorgung und die genetische Beratung ein. Mit diesen Partnern bestehen Kooperations-vereinbarungen, Sie sind jedoch nicht aktives Mitglied im „Netz der Sozialpartner“. Der Austausch mit den Psychoonkologen wird – neben aktuellen Absprachen - über die regelmäßige Teilnahme an den Qualitätszirkeltreffen der internen Partner des Krankenhauses gewährleistet. Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der genetischen Beratung ist über die ärztliche Kommunikation gewährleistet.
Im Frühjahr 2010 wurde das Netzwerk aufgrund der anstehenden Zertifizierung als Gynäkologisches Krebszentrum im Juli 2010 zu einem Netzwerk onkologischer Zentren weiter ausgebaut (die Treffen des Brust- und Gynäkologischen Krebszentrum finden unter einem Dach statt), darüber hinaus wurden ein Name und LOGO gefunden: Onkologisches Netz Wegwarte.

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Onkologisches Netz Wegwarte
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