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Darmkrebs behandeln

Wurde Darmkrebs festgestellt, muss rasch geklärt werden, wie groß der Tumor ist und ob er sich auf andere Organe ausgedehnt hat. Vor einer Behandlung muss also das individuelle Tumorstadium bestimmt werden, damit auch die auf den Menschen zugeschnittene Therapie angewendet werden kann. 

Die Bestimmung des Tumorstadiums erfolgt mit Hilfe der verschiedenen Diagnosemöglichkeiten vor einer Behandlung, oft aber auch erst definitiv durch eine Operation. Erst dann können aufgrund der entnommenen Gewebeproben des Tumors (Operationspräparat) genaue Angaben zur Ausbreitung und Bösartigkeit des Tumors getroffen werden. Das so ermittelte Stadium des Tumors ist entscheidend für die weitere Behandlung!

Welche Behandlung wird wann und wie angewendet?

Die Darmkrebsbehandlung beruht auf drei Säulen:

  1. Operation
  2. Chemotherapie
  3. Strahlentherapie

Abhängig von Lage, Bösartigkeit und Ausbreitung des Tumors werden diese Therapieformen einzeln oder kombiniert angewendet. Welche Behandlung wann notwendig ist, wird anhand von speziellen Therapieempfehlungen für das jeweilige Tumorstadium festgelegt.

Die Operation

Eine radikale und vollständige Entfernung des Tumors ist Ziel eines operativen Eingriffs. Wie viel Prozent des Darms entfernt werden, hängt unter anderem von Lage und Größe des erkrankten Darmabschnittes ab. Bei einem Karzinom im aufsteigenden Teil des Dickdarms muss zum Beispiel der halbe Dickdarm entfernt werden. Zur Sicherheit werden auch das benachbarte Gewebe und die dazugehörigen Lymphknoten entnommen. Mit diesem Schritt soll eine Ausbreitung von nicht erkannten Krebszellen entgegen gewirkt werden. Die anschließend feingewebliche Untersuchung des entfernten Gewebes gibt Auskunft über die Bösartigkeit der Krebszellen. Zudem lassen sich daraus Rückschlüsse ziehen, ob der Tumor vollständig entfernt werden konnte und ob entfernte Lymphknoten von Tumorzellen befallen sein.

Strahlentherapie (Radiotherapie)

Bei Dickdarmkrebs erfolgt in der Regel keine Bestrahlung. Mastdarmkrebs hingegen wird zusätzlich zur Operation je nach Tumorstadium auch mit ionisierender Strahlung therapiert. Diese sehr zielgenauen Strahlen lassen eventuell noch vorhandene Krebszellen absterben. Sind in einem frühen Stadium noch keine Lymphknoten befallen, kann auf diese Behandlung verzichtet werden.

Chemotherapie

Die meisten Darmtumoren werden leider nicht in einem frühen Stadium entdeckt. Neben der Operation ist die Chemotherapie dann eine wirksame Behandlungsmethode.

Mit ihr können, abhängig vom Tumorstadium, drei Ziele verfolgt werden:

  1. Zusätzliche Chemotherapie nach der Operation (adjuvante Therapie), um die Heilungschancen zu verbessern
  2. Bei Vorliegen von Metastasen mit dem Therapieziel der Heilung
  3. Palliative Therapie zur Verbesserung der Lebensqualität

Für die chemotherapeutische Behandlung haben sich in der letzten Zeit zahlreiche Verfahren, auch Therapieschemata genannt, durchgesetzt. Eine Chemotherapie besteht in der Regel aus mehreren Therapie-Tagen, gefolgt von längeren Pausen. Die Behandlung kann in der Regel ambulant durchgeführt werden, in der Regel in einer onkologischen Schwerpunktpraxis.

Damit man sich nicht die ganze Zeit im Krankenhaus oder in der Praxis aufhalten muss, wird die Infusion häufig nicht über die Armvene, sondern über ein spezielles Hilfsmittel, einen so genannten „Port“ durchgeführt.

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