Im Marien-Hospital Witten ist ein Darmzentrum gegründet und nach Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert worden. Das Darmzentrum soll Patienten nach modernen Therapiemöglichkeiten behandeln. Die Voraussetzungen zur Anerkennung eines Darmzentrums durch die Deutsche Krebsgesellschaft sind relativ hoch. Allerdings können diese Voraussetzungen aufgrund der langjährigen Erfahrung und der Spezialisierung auf diesem Gebiet problemlos erreicht werden.
Das Darmzentrum Witten hat zum Ziel das Fachwissen und die Möglichkeiten verschiedener Kooperationspartner zur Planung von Diagnostik, Therapie und Betreuung von Menschen mit der Diagnose Darmkrebs zu bündeln.
Jährlich erkrankt eine Vielzahl von Menschen in Deutschland (ca. 70 000 Menschen/Jahr) an einem bösartigen Darmtumor, ca. 60% sterben an der Erkrankung. Geheilt werden können vor allem die Patienten, bei denen die Diagnose möglichst im Frühstadium der Erkrankung gestellt und somit rechtzeitig einer kurativen Operation zugeführt werden. Auch für betroffene Patienten, die nicht operiert werden, ist eine Betreuung und eine fachkundige systemische Therapie (Chemotherapie, neue Therapeutika) wichtig, da nur so eine Verlängerung der Überlebenszeit und eine bessere Symptomkontrolle und damit Lebensqualität möglich ist. Sowohl die Vorbeugung von Darmkrebs, als auch Diagnostik und Therapie teilt sich auf verschiedene medizinische Disziplinen auf (vor allem Chirurgie, Gastroenterologie, Radiologie, Internistische Onkologie, Strahlentherapie, Palliativmedizin). Bei steigendem Fachwissen und Spezialisierung in der Medizin ist es daher erforderlich Diagnostik, Therapie und Betreuung in besonderem Maße der interdisziplinären Absprache und der aktiven Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen zu planen und zu koordinieren. Nur so können die Überlebenschancen für die potentiell kurablen Patienten optimiert und die Belastungen durch unnötige Diagnostik und Therapie sowie eine insuffiziente palliative Betreuung bei den nicht heilbaren Patienten verringert werden.
Merkmale dieses Versorgungskonzepts sind eine zentrale interdisziplinäre Behandlungsplanung und – koordination, der Einsatz innovativer diagnostischer und therapeutischer Verfahren, ein psychoonkologisches Betreuungsangebot und eine hochwertige palliative Versorgung.
Für die Strukturierung eines funktionierenden Darmzentrums ist die Zertifizierung wichtig. Sowohl die Deutsche Krebsgesellschaft, als auch die Fachgesellschaften sehen in der Zertifizierung das Verfahren mit dem die Leistungsfähigkeit und auch die Qualität der Behandlung am besten abgebildet werden.

Zertifiziertes Darmzentrum

Kompetenz-Zentrum Koloproktologie