Bei geplanten Eingriffen im Bereich von Ellenbogen, Unterarm oder Hand kann eine Schmerzfreiheit über eine sog. Armplexusanästhesie erzielt werden. Diese Narkoseform eignet sich z. B. für Operationen wie Shuntoperationen oder für die Versorgung von Frakturen am Unterarm oder an der Hand. Ebenso kann sie bei Operationen wie bei einem Karpaltunnelsyndrom, einem sog. Tennisellenbogen oder einer Dupuytren'schen Kontraktur angewandt werden.
Hierzu wird die Schmerzleitung über das Armnervengeflecht mittels eines lokalen Betäubungsmittels blockiert.
Nach Desinfektion der Achselhöhle und örtlicher Betäubung, wird ein spezieller Nervenstimulator genutzt. Dieser ist mit der Injektionsnadel verbunden und sendet schwache elektrische Impulse aus. Diese lösen rhythmische Muskelzuckungen der Hand- und Armmuskeln aus - somit wird die korrekte Lage der Nadel überprüft. Dann kann das lokale Betäubungsmittel appliziert werden, die Armplexusanästhesie wirkt nach ca. 15 - 20 min (der Arm fühlt sich warm, pelzig und taub an).
Der Patient benötigt hierbei keine Vollnarkose, d. h. er muss nicht beatmet werden.
Es spricht aber auch nichts gegen eine "leichte Schlafspritze" oder Musik über Kopfhörer zur Entspannung.

Armplexusanästhesie